F I L M E


Hölderlin-Fragmente
Nocturne
Faust. Der Tragödie erster Teil
Geliebte
Fotografien 1948-2008
Leeres Haus
Vor dem Konzert
Glastage
Klavierstunde
Stuart Dee
Pulsar/Kontaktstörung
Breaking Glass
Largo e mesto
Deed Poll
Alles. In einer Nacht
Coda
Zwischen Flieder wandern und singen
Kleinigkeiten:
Trevor
Gauguin
Spechthausen
A Short Hollywood Movie
eine Szene aus einem alten s/w-Film
Selbstporträt 1
Wig the Dick
Wut im Bauch?
Prélude
City Lights
Scherzo
Inner City
Fünf Minuten










  Hölderlin-Fragmente

2009
Filmische Fragmente
35mm Cinemascope
zur Zeit in Produktion

Buch/Regie: IJ.Biermann
Kamera: Kai Miedendorp
nach dem Zyklus Hölderlin-Fragmente von Wolfgang Rihm
gefördert von Filmbüro Bremen e.V. und dem Beethovenfest Bonn, mit herzlichem Dank an Katrin Rabus


»Ich kann beim Komponieren nicht an ein spezielles Publikum denken. Auch weiß ich nicht, wer mir zuhören wird. Ich glaube, ein Publikum reagiert dann auf ein Stück, wenn es aus einer subjektiven, sehr persönlichen Situation und Haltung heraus entstanden und auch so erkennbar ist. Sonst schaltet das Publikum ab: Zuerst: sich. Dadurch: mich.« Wolfgang Rihm



  Nocturne

2009
Dokumentarfilm
ca. 90 Min. (zur Zeit im Schnitt)
HD Cinemascope

mit Dmitri Kourliandski und dem Kairos Quartett
Buch/Regie: IJ.Biermann
Regieassistenz und Dramaturgie: Stephan Schoenholtz
Regiementor: Andres Veiel
Kamera: Kai Miedendorp
Ton: Wolfgang Kick
mit herzlichem Dank für die Unterstützung an Frau Ilse Müller vom MaerzMusik-Festival für aktuelle Musik Berlin, sowie ans Jüdische Museum Berlin und an das RadioKulturhaus des ORF



Der Film begleitet den Weg eines zeitgenössischen Musikstücks, Night-turn für Streicher, vom Entstehen des Werks im Kopf des Komponisten, über die Aneignung durch die Interpreten der Uraufführung; d.h. dem ersten Lesen der Noten durch die Interpreten über das Einstudieren und die - intellektuelle, sinnliche und emotionale - Auseinandersetzung mit den Noten und Klängen, auch in Probengesprächen mit dem Komponisten, bis hin zu den ersten Konzertauftritten.

Wie nimmt Musik Gestalt an, wie wird die Komposition lebendig und intensiver, bekommt Stil und Charakter? Welche Veränderungen machen die Interpreten durch die Musik? Und auch: Welche Bilder, Assoziationen und Gefühle löst die Musik bei Musiker und Hörer aus, welches Wirkungsvermögen hat die Musik, welche Entwicklung nehmen Stück und Darbietung im Verlauf der zunehmenden "Veredelung", d.h. der musikalischen Auseinandersetzung?

Nebenbei soll sowohl ein Porträt von Dmitri Kourliandskis originärer Kompositionsweise als auch der Arbeitsdynamik innerhalb eines zeitgenössischen Streichquartetts entstehen. - Ein Porträt von Musikern und Musik.



  Faust. Der Tragödie erster Teil

Spielfilm
35mm Cinemascope
78 Min.

Goethes Faust, wie Sie ihn noch nie zuvor gesehen (und gehört) haben!



Faust: Adolfo Assor
Margarete: Katharina Rivilis
Mephistopheles: Robert Gwisdek
Marthe: Irene Kugler
Lisa: Laina Schwarz
Die Hexe: Valery Tscheplanowa
besondere Mitwirkung von Jürgen Hentsch
Walpurgisnachtsträume: Bergschluchtengesang: Dana Hoffmann, Maja Lange, Stephan Bootz, Jevgenij Taruntsov; Mitternacht: Maila Barthel, Ina Tempel, Jelena Fräntzel, Nora Leschkowitz

Kamera: Kai Miedendorp
Ton: Johannes Seibt
Montage: Angelika von Chamier
Kostüm: Rebekka Dornhege, Nina Thielen
Steadicam Operator: Matthias Biber
Produktionsleitung: Julian Schmauch
Herstellungsleitung: Martina Knapheide
Produzent dffb: Hartmut Bitomsky
Musik: Steffen Greisiger, Richard Wagner
Regiementor: Béla Tarr
Regie: IJ.Biermann

» Website zum Film.



  Geliebte

Kurzspielfilm
2009
5 Min.
HD (4k) Cinemascope

Sie ist seine Geliebte. Seit über zehn Jahren gehört sein Mittwochnachmittag ihr. Auch an diesem Mittwoch scheint alles wie immer. Doch heute öffnet sich eine Tür, über deren Schwelle zu treten, ihr Leben verändern könnte...



mit Gabriele Heinz und Eberhard Kirchberg

Drehbuch: Birgit Maiwald
Kamera: Paola Calvo Picado
Ton: Wolfgang Kick, Matthias Gauerke
Szenenbild: Kerstin Eichner, Meike Urban, Sara Siwy
Kostüm: Sophie du Vinage
Maskenbild: Barbara Rotheuler
Produktionsleitung: Cerin Hong
Herstellungsleitung: Myriam Eichler
künstlerische Beratung: Valeska Grisebach
Produktion: dffb für Arte
Redaktion Arte: Barbara Häbe
Regie: IJ.Biermann



  Trevor geht in einen Puff mit seiner Mutter

Kurzspielfilm
März 2008
5 Min.

Wie der Titel schon sagt...

mit Ben Knight, Barbara Ehwald und Semra Uysallar
Drehbuch: Ben Knight und Anna Guddat
nach der Kurzgeschichte von Ben Knight
Kamera: Eric Ferranti
Licht: Paola Calvo Picado
Ton: Kenji Tanaka, Daniel Schulte
Kostüm: Friederike Bellmann
Maske: Marte von Häring
Ausstattung: Andrea Ferro
Produktion: Plan C, Anna Guddat
Regie: IJ.Biermann und Anna Guddat



  Gauguin

Kurzspielfilm
März 2008
13 Min.
DV, 16:9

Eine kleine dialogreiche Beziehungskomödie in einem Café.

mit Melissa Anna Schmidt und Matthias Hinz
Buch/Regie: IJ.Biermann
Kamera: Kaspar Köpke
Dialogmitarbeit: Valerie Bäuerlein, Nicolai Wolf, Emma Simon, Carl Petersmann

Filmchen ansehen bei MySpace



  Fotografien 1948-2008

Kurzfilm
Februar 2008
12:30 Min.
16mm, 1:2,35

Drei poetische Szenen in Cinemascope. Entstanden als Vorstudie für Faust.



mit Julia Engel
Regie: IJ.Biermann
Kamera: Kai Miedendorp
Ton: Philipp Lange
Buch/Text: Kiki Dimoula (Κικι Διμουλα), Günter Grass, Friedrich Hölderlin
Mitarbeit: Stephan Schoenholtz



  Leeres Haus

Kurzfilm
November 2007
12:30 Min.
35mm, 1:2,35

Eine Frau besucht das Haus ihrer verstorbenen Schwester. Nach Jahren des Schweigens nähern sich die beiden vorsichtig an - zu spät?
Entstanden als Vorstudie für Schwestern.



mit Christina König, Martina Schaak, Nela Bartsch, Ulrich Simontowitz
Buch: Stephan Schoenholtz
Regie: IJ.Biermann
Kamera: Tobias von dem Borne, Nikos Welter
Beratung: Reinhold Vorschneider
Licht: Christoph Dehmel-Osterloh
Ton: Michael Scheunemann
Ausstattung: Jörn Lachmann
Produktion: Frank Krug
Schnitt: Wolfgang Gessat

Ausschnitt ansehen bei MySpace

Ausschnitt 5 Min, 11 MB



  Spechthausen: Der Läufer

Omnibusexperiment
Dezember 2006
12 (von 45) Min.
DVcam

Teil des experimentellen Omnibusfilms Spechthausen - fünf Szenen von Iain Dilthey, inszeniert von Regiestudenten der dffb nach einem strengen Manifest im Dogville-Stil. Alle Szenen wurden mit jeweils zwei Schauspielern in einem nahezu abstrakten Kellerraum gedreht, wobei nur die allernotwendigsten Requisiten eingerichtet wurden und auf erklärende Kostüme und sonstige Extras verzichtet wurde.

Mit beteiligt waren Katharina Wyss, Nina Vukovic, Zubin Sethna, Hakan Mican und Timon Modersohn.

mit Raphael Kübler und Katharina Bek
Regie: IJ.Biermann
Kamera: Manuel Kinzer
Ton/Sounds: Martin Lesniak
Drehbuch: Iain Dilthey
Produktionsleitung: Anja Firmenich
dffb 2006



  Schlimm?

Späßchen
November 2006
3 Min.
16mm s/w, 1:1,33

Eine kleine Szene in Schwarzweiß.

mit Regina Dwomoh und Philipp Engelhardt
Regie: IJ.Biermann
Kamera: Tom Akinleminu
Ton/Sounds: Martin Lesniak
Drehbuch: Nataly Savina

Späßchen ansehen bei MySpace



  A Short Hollywood Movie

Großes Kino
Juni 2006
1:50 Min. (von 68)
miniDV

Teil des Omnibusfilms Die Akademie bin ich - People I met on my 40th Birthday (68 Min.): Der Regisseur Matl Findel, selbst dffb-Absolvent des Jahrgangs 1987, würdigt die Akademie durch ein filmisches Mosaik: Er hat 40 Absolventen und Studenten der dffb - aus jedem Jahrgang einen - gebeten, ein rund 90-sekündiges Stück zur filmischen Geburtstagstorte beizutragen. Herausgekommen ist ein schillerndes Homemovie, das mit 40 filmischen Tagebucheinträgen, Geburtstagsglückwünschen und Erinnerungsstücken vitales Zeugnis von 40 Jahren Filmhochschulleben ablegt und die Jubilarin dffb auf unterschiedlichste Weisen hochleben lässt.

"Egal wo die Person lebt und was sie macht, Film gelernt haben sie alle und sind also fähig, ihre Ansichten, Erinnerungen und Umstände in filmischer Form zu artikulieren", so Matl Findel. "Von den alten Hasen bis zum Erstklässler ergibt sich so ein Kaleidoskop der Gedanken und Emotionen, das einen lebendigen Eindruck von der Vielfältigkeit der dffb vermittelt und gleichzeitig wie von selbst die Geschichte der Akademie auf eine besondere Weise erzählt. Mit von der Partie sind Wolfgang Becker, Christian Petzold, Detlev Buck, Helga Reidemeister, Hannes Stöhr, Angela Schanelec, Fred Kelemen, Nathalie Percillier und viele andere.

Deutsche Erstausstrahlung am 24. September 2006 im RBB

mit Florian Kühnle, Ralph Jacobi und Christy Leonardo
Regie: IJ.Biermann
Kamera: Steffen Ritter
Gesamtleitung: Matl Findel für RBB
Produktionsleitung dffb: Andreas Louis

1:48 Min, 5,8 MB

ein Link zur taz



  Vor dem Konzert

Kurzspielfilm
2006
12 Min.
Super16mm, 1:1,85

Drei Szenen aus dem Leben eines Cellisten, der als Musiker Ruhm und Erfolg hat, mit sich selbst und den Beziehungen zu seiner Umwelt dagegen hilflos bleibt.



mit René Hofschneider, Emily Behr, Sabine Weitzel, Sven Riemann, Bernd Ludwig

Drehbuch: Stephan Schoenholtz und IJ.Biermann
Produzent: Hartmut Bitomsky, dffb
Herstellungsleitung: Andreas Louis
Producer: Anna-Katharina Guddat
Regie: IJ.Biermann
Kamera: Miona Bogovic

Ausstattung: Ulrike Denk, Denise Elsässer, Maja Zogg
Mischung: Alex Leser
Ton: Magnus Pflüger, Johannes Bennke, Dirk Heinrich, Martin Lesniak
Kostüm: Lisa Kentner
Maske: Janet Weber, Ben Müller
Fotografie: Daniela Harnack
Schnitt: Christine Denck
Musik: Gabriel Fauré, Sonate Nr.2 op.117 - Andante, gespielt von Missa Kang und Lydia Gorstein
Beratung: Milek Knebel, Carlos Medina, Sophie Maintigneux, Ralf Stadler, Christoph Kapler

Trailer 0:35 Min, 8 MB



  Glastage

Beziehungsdrama
2005/06
63 Min. (Langfassung), 27:30 Min. (Kurzfassung)
HDV

Die Kunsthistorikerin Rosalie, Mitte 40, hat ein Verhältnis mit dem zwanzig Jahre jüngeren Damian. Die konträren Lebensauffassungen und die Brüche zwischen den Generationen zermürben die Beziehung. Bevor es allerdings zum Bruch kommt, lernt der bisexuelle Damian den Galeristen Marius kennen. Als Rosalie davon erfährt reagiert sie anders als erwartet...

Die Geschichte arbeitet mit Brüchen, sowohl in der Chronologie als auch in der Erzählweise: Man bekommt den Eindruck vermittelt, kurze Ausschnitte aus den verschiedenen Phasen der Beziehung zu bekommen.



mit Martina Schaak, Ingmar Skrinjar, Doris Prilop, Nikolaus Firmkranz, Alexander Bandilla, André Schneider
Regie: IJ.Biermann
Kamera: Dennis Pauls
Produktion: Albrecht Kloepfer

Regieassistenz: Stephan Schoenholtz
künstlerische Mitarbeit: Christian Ziewer, Alexander Bandilla
Ton: Martin Lesniak, Stephan Schoenholtz, Manni Stahl
Musik: ML-Visufonal, Roman Roszak
Montage: Bea Ausländer
Gemälde: Dinah Busse, Juliane Hundertmark



  eine Szene aus einem alten Schwarz-Weiß-Film

Kurzspielfilm
März 2006
12 Min.
DVcam

Eine spontane Neuverfilmung einer Szene aus Ben Hechts Drehbuch "Design for Living" aus dem Jahre 1933; entstanden als Koproduktion der dffb und der Schauspielschule "Ernst Busch" Berlin.

mit Xenia Tiling, Simon Eckert und Raphael Kübler
Kamera: Matthias Biber
Ton: Florian Röser, Stephan Schoenholtz
Beratung: Jeanette Wagner
dffb 2006
hfs berlin

Ausschnitt ansehen bei YouTube, hochgeladen von Raphael Kübler



  Klavierstunde

Kurzspielfilm
November 2005
8 Min.
miniDV



mit Katharina Rivilis und Martina Schaak
Drehbuch: Lydia Gorstein
Regie: IJ.Biermann
Kamera: Steffen Ritter
Ton: Ralf Leutheuser
Musik: Sergej Rachmaninow, Sonate Nr. 2 h-moll allegro agitato, gespielt von Lydia Gorstein
Farbkorrektur: Nicolai Wolf
Herstellungsleitung dffb: Anja Firmenich



  Selbstporträt 1

Kurzfilm
2005
9:30 Min.
DV

Ausschnitt 4:11 Min - 14,6 MB





  Stuart Dee

Dadaistische Theater-Experimentalfilmkomödie
2005
29 Min.
DVcam

Stuart Dee kommt aus Stockport, einer kleinen Stadt im Norden Englands, doch er ist verloren in einer fremden Stadt, Berlin. Er arbeitet in einer Schlachterei. Er hat eine Freundin, Lisa, und einen Kater, Gottfried, und zwei Freunde, Tony und Charlie. Keiner von ihnen ist in diesem Film (dafür aber einige deplatzierte Deutsche), aber sie stecken in seinem Kopf als Wünsche und Spasmen. Dazwischen spielt dieser Film.

Stuart Dee is from Stockport, but he is lost in a foreign city, Berlin. He works in a butcher's shop. He has a girlfriend called Lisa and a cat, and his two best friends are called Tony and Charlie. None of them are in this film (which is full of Germans instead), but they are embedded in his mind as desires and spasms. Between the desire and the spasm falls the shadow. Slowly the shadow approaches.

Since the film was shot on a very low budget, (most of the equipment was borrowed, and most of the participants were film students) the financing was private. The principal location was the rehearsal studio of the Tribüne theatre in Berlin; other locations were scattered all over the city. The screenplay was adapted from a play, and the film was conceived as an ambiguous, fictional documentary. It's supposed to be funny.




mit Ben Knight, Attila Borlan, Christy Leonardo und Anna Guddat
Drehbuch: Ben Knight
Regie/Schnitt: IJ.Biermann
Kamera: Tom Akinleminu
Regieassistenz: Stephan Schoenholtz
Ton: Robert Wriedt, Stephan Schoenholtz
Experimentalfilmsequenz: Martin Lesniak
Produktion: knight errant prod. / ijb



  Wig the Dick

Musikvideo
September 2005
4:30 Min.
HDV

Musikvideo für ?tohuwabohu!
Gesang: ingoe.deltraut
Musik: De-De DeMark

Regie: IJ.Biermann
Kamera: Dennis 'Disko' Pauls
mit Rainer Maria Wittenauer, ingoe.deltraut, De-De DeMark, Kaey Tering, Andre Schneider,
Bubi Messi, Peter Kupferschmitt, Freulayn Cäte Ring, Regina, HansA, Axel Wippermann

Musikvideo ansehen bei YouTube, hochgeladen von ingoe.deltraut.



  Pulsar/Kontaktstörung

Experimentalfilmduo
2005
10 + 5 Min.
HDV/Super8mm

Ein - höchst artifizieller - Versuch, einen Film spontan wie ein Gedicht oder ein Musikstück zu machen, um eine Gefühlslage unmittelbarer und besser einfangen zu können, als es üblicherweise bei der Produktion eines Films möglich ist. Pulsar ist eine sperrige, eisige Darstellung von Verlust und Schmerz - und als Film komplett misslungen.

Martin Lesniak remixte anschließend den Film bzw. das musikalische Gedicht Pulsar ganz ungezwungen und intuitiv, mittels Experimenten mit Super8, Fehlentwicklungen und Bildstörungen. Ergebnis ist der Film Kontaktstörung.

mit Claudia Falco, Sandra Pohl, Andre Schneider
Regie: IJ.Biermann
Remix: Martin Lesniak
Kamera: Thomas Jörg, Michael Kuhmann
Ton/Musik: Martin Lesniak, Lydia Gorstein

Kontaktstörung bei YouTube, hochgeladen von Ribeck Hauser.



  Breaking Glass

Kurzspielfilm
2005
13 Min.
DVcam

Momentaufnahme einer Liebesbeziehung, die von einer "Borderline"-Depression überschattet ist und unter großer innerer Spannung steht; ein Ausschnitt eines entscheidenden Tages, an dem die Spannweite zwischen intimer Erotik und emotionaler Gewalt besonders erschreckend wird.



mit Maryam Zaree und Sebastian Becker
Buch/Regie: IJ.Biermann
Kamera: Thomas Jörg
Assistenz: Ana-Felicia Scutelnicu
Ton: Sabine Neumann, Robert Wriedt
künstlerische Mitarbeit: Maria Teresa Camoglio
dffb 2005



  Largo e mesto

Kurzdokumentarfilm
Januar 2005
12 Min.
miniDV

Ungewöhnlicher Dokumentarfilm über eine junge hochbegabte Pianistin und ihre inneren Kämpfe um Konzentration und künstlerische Identität und persönliche Abgründe bei einem Auftritt



mit Lydia Gorstein
ein Film von IJ.Biermann, Thomas Jörg, Christoph Heller und Martin Lesniak
künstlerische Beratung: Marin Martschewski
dffb 2005

Ausschnitt 1:07 Min, 3,2 MB



  Wut im Bauch?

Dokumentarfilmexperiment
November 2004
8:30 Min.
DVcam

Wut im Bauch?
Wir suchen für einen politischen Kurzfilm zur deutschen Sozialpolitik: Menschen, die unter der Armutsgrenze (300 Euro) leben und ihrem Ärger Luft machen wollen. Treffpunkt: Samstag. 27. November 12uhr Potsdamer Platz, Filmhaus, deutsche film und fernsehakademie berlin 9. Stock.

Idee:

Eine Masse armer, wütender Leute stürmt auf ein Symbol des Kapitalismus zu, die Arkaden am Potsdamer Platz, zur Haupt-Konsumzeit am Samstag Mittag.

Unser Ziel ist, eine Konfrontation der wegorganisierten Armut in der Großstadt mit dem vorweihnachtlichen Konsumwahnsinn zu provozieren. Wir wollen dabei beobachten, welche Reaktionen diese Wucht der Massen auf beiden Seiten der Armutsgrenze hervorruft.

Die Menschen, die unter der "Armutsgrenze" leben, sollen im alltäglichen Stadtleben von einem durchstrukturierten Netzwerk von Institutionen "unsichtbar" gemacht werden, so dass sich der saturierte Konsument bequem durch eine nette, saubere Gesellschaft bewegen kann und sein ehrlich erwirtschaftetes Geld unter Gleichgesinnte mischen kann.

Die eingangs beschriebene Aktion soll an einem Samstag Mittag durchgeführt werden, indem wir aus ganz Berlin Menschen einladen, die ihre Existenz nach eigenem Empfinden unter der staatlich festgelegten "Armutsgrenze" von ca. 300 Euro bewältigen. Wir wollen uns mit zumindest einigen dieser Menschen zu ihren Lebensumständen und zu ihrer Unzufriedenheit mit dem deutschen Sozialsystem unterhalten und den Sturm auf die Arkaden symbolisch als Ventil der Gesamt-Wut dieser unter den Teppich gekehrten Menschen visualisieren. Um diese Situation noch zu überspitzen, sollen diese "armen" Menschen den Reichen ein paar Almosen oder einen symbolischen Euro in die Hand geben.

ein Film von Martin Hanslmayr und IJ.Biermann
inhaltliche Beratung: Barbara Teufel
Mitarbeit: Michael Kuhmann, Norman Richter
dffb 2004



  Prélude

Musikfilmchen
Oktober 2004
3 Min.
DVcam

Dieser Film untersucht die kleine Spannweite zwischen Sinnlichkeit und Aggression.

Buch/Regie: IJ.Biermann
Kamera: Linus de Paoli
Darsteller: Anna de Paoli, Sol Bondy
Beratung: Roger von Heereman
Produktionsleitung: Andreas Louis
Musik: Sergej Rachmaninow, Prélude Nr. 7, op.23, gespielt von Lydia Gorstein
dffb 2004

Film ansehen bei MySpace



  Deed Poll

Schwarze Satire
2004
42 Min.
BetaSP/DV

Deed Poll erzählt die Beziehung zweier reicher Geschwister, Sean und Ivy Poll, die nach dem gewaltsamen Tod der Eltern ihre lange verheimlichten Leidenschaften freilassen und nichts mehr darauf geben, den gewohnten "schönen Schein", den sie durch ihre vornehme Erziehung aufgezwungen bekamen, zu wahren. Sie schaffen sich einen wertfreien Raum in ihrer Villa, in dem sie ihre Leidenschaften und Fantasien unreflektiert und unkontrolliert in die Tat umsetzen.

Deed Poll tells the story of Ivy and Sean Poll, rich siblings and lovers. After Ivy has killed both their parents, they start kicking in the high gear on their inherited property. They hire a callboy, Nathaniel, to share their sexual fantasies, and their passion for drugs and cards. One night, Nathaniel has brought his mute brother Thor for a foursome, Ivy expresses her wish to have a new set of cards, handmade out of human skin. Nathaniel, on ecstasy, offers his skin...



mit Rainer Maria Wittenauer, Barbara Kowa, Gianni Meurer, Martina Schaak und André Schneider
Regie: IJ.Biermann
Produktion: ijb/vivàsvan
Drehbuch: André Schneider
Kamera: Steffen Ritter
Make-Up: Juan Luis Ramos Ramirez
Schnitt: Christine Denck
Ton: Ralf Leutheuser
Farbkorrektur: Nicolai Wolf
Setfotografie: Dennis Pauls

Deed Poll bei imdb.com

Trailer 0:51 Min, 2 MB



  Alles. In einer Nacht

Experimentelle Theaterdokumentation
April/Mai 2004
39 Min.
miniDV

"Eine Frau findet sich in einer Situation, die sie aus Filmen kennt und versucht, darin wirklich zu sein." (Falk Richter)

"Eine Frau tippt ein paar Zahlen in ihr Telefon ein und hofft, dass sich hinter dieser Kombination ein geliebter Mensch verbirgt. Aber dann zerfällt ihr ganz und gar menschliches Bedürfnis in mathematische Formeln, in Rechnungen und Gegenrechnungen. Bald steckt sie in einem Zwangssystem von Gedanken fest, in dem ihre Identität bedrohlich brüchig wird. Falk Richter, aus dessen Stück Alles. In einer Nacht die Figur stammt, ist Spezialist für die Verheerungen, welche die entfremdenden Phänomene unserer Zeit in den Seelen der Menschen anrichten können."
taz Berlin lokal vom 6.7.2004, S. 27

Eine Frau, ein Sofa, ein Fernseher... Eine Nacht, in der alles und nichts möglich scheint. Offensichtlich gibt es ein Problem mit Johnny. Auf der Suche nach ihm verliert die Frau die Orientierung: "Könnte es sein, dass diese Liebe etwas abstrakt geraten ist?" Ein Unfall passiert, ein Mord? Am Ende einer wilden Fahrt landet sie auf dem Sofa: "Wo bin ich hier eigentlich?" Und wer? Wahnsinn oder Wirklichkeit? Das Stück setzt sich mit der Auflösung und Entstehung von Identitäten durch deren Vernetzung mit anderen Geschichten, Bildern, Filmen und Texten auseinander. ähnlich einem Puzzle müssen Teile zusammen- und auseinandergesetzt werden, der Betrachter wird auf echte und falsche Fährten geführt, Handlungen verlaufen parallel. Das Ende der Geschichte ist immer der Anfang einer neuen und bis zum Schluss bleibt offen, ob es jemals eine reale (Liebes-)Geschichte gab.

Der Autor Falk Richter (Jahrgang 1969) wurde bekannt durch seine Stücke "Kult - Geschichten für eine virtuelle Generation", "Gott ist ein DJ" oder "PEACE". Er arbeitet als Regisseur und Autor u. a. an der Berliner Schaubühne. Richters Thema ist der mediengeprägte Alltag. Seine Inszenierungen sind zwangsläufig Multimediashows, zu deren wichtigsten Komponenten Videos und elektronische Musik gehören. Die Inszenierung von Gundula Weimann verzichtet auf mediale Vielfalt und setzt stattdessen auf pure Theatermittel.



Realisation: IJ.Biermann
Schnitt: Dennis Pauls

mit Anne Osterloh
nach dem Theaterstück von Falk Richter
Theaterregie: Gundula Weimann
Dramaturgie: Ulrike Mantel
Bühnenbau: Sven Suppan
Kostüm: Friederike Baer
Foto: Marcus Lieberenz
Eine Produktion der theatrale Halle (Saale) mit dem Theaterhaus Stuttgart



  Coda

Kurzspielfilm
Dezember 2003
5:05 Min.
DVcam

Der Film erzählt die Beziehung zweier Männer, konzentriert auf eine entscheidende Nacht - und unter Beteiligung eines kalten Hähnchens.
Dieser Film untersucht die kleine Spannweite zwischen Erotik und Gewalt. Die Lichtsetzung wurde fast ausschließlich mit Kerzen gestaltet.



mit Andre Schneider und Sebastian Šuba
Buch/Regie: IJ.Biermann
Kamera: Nikolai Kanow
Assistenz: Steffen Ritter
Schnitt: IJ.Biermann, Martin Lesniak
Tongestaltung: ML-Visufonal
Fotos: Dennis Pauls

Uraufführung beim Gay & Lesbian Film Festival Turin 2004
Q! Film Film Festival Jakarta 2004

Film ansehen bei YouTube oder MySpace.



  City Lights

Musikalischer Essay
2003
14:40 Min.
DVcam

Ein musikalisches kleines Portrait der Stadt Hong Kong in vielen schönen Bildern.
Aber ohne Stativ.

Regie, Kamera, Schnitt: IJ.Biermann
Schnitt, Musik: Martin Lesniak



  Scherzo

Kurzspielfilm
Dezember 2002
5:30 Min.
DigiBeta/DVcam

"Die emotionale Seele folgt einer assoziativen Logik und funktioniert in hohem Grade zustandsspezifisch." - David Goleman, Emotionale Intelligenz

Bekannte Konfliktsituation eines Paars: Er erträgt es nicht, dass sie ihn wegen eines anderen verlässt ...oder verlassen könnte? Seine Fantasie und Erinnerungen überlagern sich, wodurch die darunter liegende Gefühlswelt deutlich wird: Eifersucht aus tief verwurzelter Angst vor Einsamkeit und Unfähigkeit, mit der Umwelt umzugehen.
Die Handlung folgt einer assoziativen Struktur, einem Sog in die Gedankenwelt der Protagonisten. Ich habe mich für einen kurzen, konzentrierten Ausschnitt (vom Ende) einer Beziehung entschieden, um auszuprobieren, wie weit man eine solche klare, minimale Situation zweier Figuren hin in eine große assoziative Offenheit strapazieren kann.

mit Sebastian Šuba und Rahel Savoldelli
Buch, Regie: IJ.Biermann
Kamera: Anne Misselwitz
Assistenz/Licht: Dirk Hendler
Musik: Mikis Theodorakis*, Martin Lesniak
O-Ton: Florian Kühnle
Sound Design: Martin Lesniak
Schnitt: Eva Höppner
Gemälde: Irma Stelmach

*Scherzo aus "Symphonietta" (1947) Internationales Kammerorchester Frankfurt, Dirgent: Mikis Theodorakis, 1996 (Copyright 1999 Intuition Classics, Schott Music & Media GmbH)



  Zwischen Flieder wandern und singen

Surrealistischer Musikfilm
2002/03
16 Min.
DigiBeta/DVCpro50

Ein junger Mann wird am Abend von seiner Freundin in einem Café sitzen gelassen, nachdem sie sich von ihm getrennt hat, das Ende einer langen, schwierigen Beziehung, woraufhin seine Selbstzweifel und Verlustängste (endlich) aus ihm heraus brechen. Seine hilflosen Versuche, sich von Einsamkeitsgefühlen abzulenken, Bestätigung und Verständnis zu bekommen, führen zu nichts. Er fühlt sich zunehmend isolierter und unfähiger, anderen Menschen gegenüberzutreten. Am Ende ist seine Situation nur noch desolat, und er scheint in seiner Gefühlsstarre gefangen zu bleiben. Ob er seine (Lebens-)Situation begreift und beginnt, sie aktiv zu ändern, bleibt als Aufgabe offen für den Zuschauer.

Der Film stellt unsere Seh- und Erzähl- und Sehgewohnheiten auf die Probe, indem er mit einer klassischen Erzählweise und Gestaltung beginnt, sich aber fließend zum Experimentellen verändert. Die Handlung folgt immer mehr einer traumartigen Logik. Bild, Ton und Musik führen aus einer anfangs realistisch erscheinenden Ausgangssituation in einen irrealen Schwebezustand, in dem man mit rationalen Verständnisversuchen keinen Halt findet. Alles wird zunehmend weniger (be)greifbar.



mit Alma Leiberg, Maxim Mehmet, Anna Bolk, Benjamin Knight, Ovo Maltine, Maya Müller, Miriam Glinka u.a.

Buch/Regie/Produktion: IJ.Biermann
Kamera: Felix Leiberg
Musik: Martin Lesniak, Sebastian Roos, Dietrich Brüggemann
Ton: Florian Kühnle
Art Director: Dennis Pauls
Schnitt: Eva Höppner, Kai Minierski
Kostüm: Tjorben Marieke Dürr
Maske: Claudia Götze
Produktionsleitung: Max Milhahn
gestalterische Mitarbeit: Claudia Neuhaus
Koproduzent: HFF "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg
Herstellungsleitung: Holger Lochau

L'anneau de nos désirs (final version, ML mix).mp3 anhören
L'anneau de nos désirs (strings version).mp3 anhören

Uraufführung im Wettbewerb der Filmschau Baden-Württemberg 2003
Plattform#2 Tübingen 2004
Frontale Wien 2005



  Fünf Minuten

Experimentalfilm
1997/98
VHS

Wie schon 1895 die Gebrüder Lumière eine Kamera postierten und ohne jedes Eingreifen die Bewegungen der Menschen festhielten, demonstrieren auch diese fünf Minuten die "absolute Dokumentation", die scheinbar objektive Zurschaustellung von Bildern, Filmaufnahmen, Menschen.
Gleichzeitig stellt dieser kurze Film den Anschein von Objektivität in der Dokumentation in Frage. Die Entscheidungen über den Kamerastandort, den Bildausschnitt, die Zeit der Aufnahme usw., auch die Entscheidung darüber, welche fünf Minuten (von etwa 40 Minuten aufgezeichnetem Bildmaterial) präsentiert werden, lösen Dokumentaraufnahmen aus der unkommentierten Objektivität heraus.

Realisation: Ingo J. Biermann, während eines Besuchs der documenta X, Kassel 1997



  Inner City

Experimentalfilm
1997
7:35 Min.
VHS

Ein filmisches Experiment, das Momentaufnahmen von London als Beispiel einer pulsierenden Großstadt zeigt, bei Helligkeit und Einbruch der Nacht; viel befahrene Verkehrspunkte, Straßen voller Menschen, sekundenlange hastige Eindrücke exemplarischer Stellen in der Innenstadt, sowie das Geschehen unter der Erde - menschen-gefüllte Underground-Stationen und Wege, die nur abhängig von allseits angewandter Technik benutzbar sind. Dabei wurde durch Wiederholungen die ewige, oft unbeachtete Gleichförmigkeit, monotones Hasten der Menschenmassen im Stadtleben auf den Punkt gebracht. Durch bewusste radikale Zersetzung der Bildqualität und -geschwindigkeit wird das marode Moment der Innenstadt als Sinnbild der modernen Gesellschaft im ausgehenden 20. Jahrhundert verdeutlicht.

Es entsteht so durch die visuell teils stark verlangsamten Vorgänge auch eine zum rastlosen Zentrum der Stadt sehr gegensätzliche Ruhe und eine Situation der Entspannung, was sich ebenso in der Musik widerspiegelt, die zwar beruhigend wirken kann, aber durch ihre elektronischen Stakkati dem Puls der Stadt nahe kommt. So befindet man sich am Ende in einem nun tatsächlich fast leeren, ruhigen Abteil der sonst stets so dicht gefüllten U-Bahn - jetzt auch sehr deutlich im Inner(ste)n der Stadt, im Zentrum und dazu noch in Gängen viele Meter tief in der Erde.

Realisation: Ingo J. Biermann
Musik: Aphex Twin "Acrid Avid Jam Shred" (1994), Warp Records